Naturhistorisches Museum Nürnberg

Sonderaus­stellung

„JEMEN – Alte Kultur, Neue Konflikte“

Vom 8. Mai bis 28. August 2021

Sonder­aus­stel­lung der Ab­teilung für Ethno­logie, des Arabi­schen Hauses Nürn­berg und der Deutsch-Jemeni­tischen Gesell­schaft



Das Land im Süden der Arabi­schen Halb­insel ist hier­zu­lande im­mer noch wenig be­kannt. Erst der seit 2015 an­dauern­de Krieg mit "der größ­ten humani­tären Kata­stro­phe der Welt" hat den Jemen wenigs­tens zeit­weise wie­der in die Schlag­zei­len ge­bracht. Bruch­stück­haft tau­chen dann auch an­dere Attri­bute des Lan­des auf:
Die "Köni­gin von Saba" brach­te Kun­de vom sagen­haf­ten Reich­tum nach Jeru­salem, die Römer nann­ten das Ge­biet "Arabia Felix" - glück­liches Ara­bien. Ab dem 16. Jahr­hun­dert trat der Kaffee vom Jemen aus seinen Sieges­zug in die Welt an. Der Haupt­aus­fuhr­hafen Mocha hat dem Mokka seinen Namen mit auf die Reise gegeben. Im 19. Jahr­hundert wurde die Region wieder stra­te­gisch inte­res­sant (im Sü­den für die Briten, im Nor­den für die Osma­nen). Diese Tren­nung en­dete letzt­lich erst mit der Ver­eini­gung 1990, die aber den Keim für die späte­ren Aus­einan­der­set­zun­gen be­reits in sich trug.
Die über viele Jahr­hun­er­te an­dauern­de Iso­la­tion des Lan­des hat zu einer fas­zi­nieren­den kul­turel­len Viel­falt ge­führt, die exem­plarisch in der Aus­stel­lung ge­zeigt wird; auch die ak­tuel­le Situa­tion kommt dabei zur Sprache.

Plakat

Foto: Carmen Rommeler

Vernissage

am 8. Mai 2021, 18:00 Uhr Online per Zoom

Bitte klicken Sie hier um an der Vernis­sage teil­zu­nehmen
Meeting-ID: 968 8720 4660
Kenncode: 468140

Programm:

Begrüßung der Gäste durch Frau Gabriele Prasser (Vorsitzende der Natur­his­tori­schen Ge­sell­schaft Nürn­berg e.V.)
Grußworte von
Frau Botschaf­terin Carola Müller-Holt­kemper (Deut­sche Bot­schaf­terin im Jemen)
Frau Gudrun Orth (Vor­sit­zende der Deutsch-Jemeni­tischen Ge­sell­schaft e.V.)
Ein­führung in die Aus­stel­lung mit vir­tuel­lem Rund­gang:
Herr Prof. Dr. Horst Kopp (Vor­sitzen­der von Arabi­sches Haus Nürn­berg e.V.)




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Begleitprogramm



Vorträge
(jeweils um 19:30 Uhr; ob real oder online, wird noch be­kannt ge­ge­ben):

Montag, 17. Mai 2021: Dr. Marie-Christine Heinze
Zur aktuel­len poli­ti­schen Lage im Jemen
Die kriegeri­schen Ereignis­se seit 2015 haben dazu ge­führt, dass es im Jemen eine ein­heit­liche staat­liche Ord­nung nicht mehr gibt, das Land ist heute ein "Failed State". Im Vor­trag wird die­se Situa­tion ana­ly­siert und auf die­ser Grund­lage wer­den Mög­lich­kei­ten einer posi­tiven Ent­wick­lung ge­sucht. Marie-Christine Heinze ist Vor­sitzen­de von CARPO - einer Or­gani­sa­tion, die un­ab­hän­gige For­schung in en­ger Part­ner­schaft mit Ex­pert*in­nen aus dem Orient be­treibt.
Bitte klicken Sie zum angegebenen Termin hier um an dem Vortrag teilzunehmen
Meeting-ID: 979 7809 4978
Kenncode: 989296

Mittwoch, 19. Mai 2021: Bot­schaf­terin Carola Müller-Holt­kämper
Die deutsch-jemeni­tischen Be­ziehun­gen
Die deutsch-jemeni­tischen Beziehun­gen haben eine lange und gute Tradi­tion. Auf dieser Basis kön­nen trotz der gegen­wär­tigen Lage vie­le Pro­jekte wei­ter ver­folgt wer­den. Frau Müller-Holt­kemper ist seit Okto­ber 2018 Bot­schaf­terin der Bundes­repub­lik Deutsch­land für Jemen.
Bitte klicken Sie zum angegebenen Termin hier um an dem Vortrag teilzunehmen
Meeting-ID: 945 1531 4511
Kenncode: 099920

Montag, 7. Juni 2021: Dr. Iris Gerlach (DAI)
Die Maßnah­men des Deut­schen Archäo­logi­schen Insti­tuts zum Schutz des kul­turel­len Erbes im Jemen
Das DAI ist seit den 1970er Jahren im Jemen mit vieler­lei For­schun­gen aktiv ge­wesen. Gegen­wärtig ist das reiche kul­turel­le Erbe des Landes extrem ge­fähr­det, wes­halb man sich jetzt mit der Sicherung und Archi­vierung von Museums­ob­jek­ten be­schäf­tigt. Iris Gerlach leitet seit Okto­ber 2000 die Außen­stel­le des DAI in Sanaa.
Bitte klicken Sie zum angegebenen Termin hier um an dem Vortrag teilzunehmen
Meeting-ID: 948 5063 8756
Kenncode: 397190

Montag, 5. Juli 2021: Prof. Dr. Horst Kopp:
Kaffee – Jemens Ge­schenk an die Welt
Die Kaffee­pflan­ze stammt zwar aus Äthio­pien, doch trat der Kaf­fee vom Jemen aus seinen Sieges­zug durch die Welt an. Der Vor­trag zeich­net diesen Weg nach und geht auch auf die ak­tuel­le Lage der Kaf­fee-Produk­tion im Jemen ein.

Donnerstag, 5. August 2021: Prof. Dr. Horst Kopp:
Jemen - der "verges­sene" Krieg
Seit 2015 herrscht im Jemen Krieg, der weder ein reiner "Stell­ver­tre­ter­krieg" ist noch "plötz­lich aus­brach". Er hat viel­mehr eine lange Vor­ge­schich­te, deren Ent­wick­lung seit den 1960er Jahren zum Ver­ständ­nis der heuti­gen Situa­tion unab­ding­bar ist. Lokale, regionale und globale Akteure misch­ten immer mit; sie alle sind für die heute so ver­fahre­ne Situa­tion ver­ant­wort­lich, was Lösungs­an­sätze so un­glaub­lich schwierig gestaltet.

Mittwoch, 11. August 2021: Prof. Dr. Horst Kopp:
Kaffee – Jemens Ge­schenk an die Welt
Wieder­holung des Vor­trags vom 5. Juli als On­line-Vor­trag.
Die Kaffee­pflan­ze stammt zwar aus Äthio­pien, doch trat der Kaf­fee vom Jemen aus seinen Sieges­zug durch die Welt an. Der Vor­trag zeich­net diesen Weg nach und geht auch auf die ak­tuel­le Lage der Kaf­fee-Produk­tion im Jemen ein.
Bitte klicken Sie zum ange­gebenen Termin hier um an dem Vor­trag teil­zunehmen
Meeting-ID: 899 5326 9535
Kenncode: 583424





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Workshops
(nur falls real möglich):

Henna-Workshop: Sonntag, 4. Juli 2021, 16:00 Uhr und 17:00 Uhr
Fouzia, die Henna-Künst­lerin aus Marokko, ver­mit­telt das Wis­sen über Ur­sprung, Be­deu­tung und Her­stel­lung des Henna. Die Teil­neh­mer*in­nen ler­nen, tra­di­tionel­le ara­bische Muster, Ara­bes­ken und Vor­namen auf Ara­bisch zei­chnen; am Ende des Work­shops malen sie ihr eigenes Henna-Tattoo. Jeder Kurs dauert eine Stun­de und kostet pro Person 10 Euro (inkl. Material).
An­meldung mit ge­wünsch­ter Kurszeit unter krumpiegl@hotmail.com

Kalli­graphie-Work­shop: Sonntag, 18. Juli 2021, 16:00-18:00 Uhr
Zuheir Elia, ge­bür­tiger Syrer, lebt als Über­setzer, Regis­seur und Kalli­graph in Erlan­gen und gibt an der FAU Erlan­gen-Nürn­berg Kurse in ara­bi­scher Kalli­graphie. Er schreibt Ihren Namen (und was Sie sonst noch wün­schen) in wunder­schö­ner ara­bi­scher Kunst­schrift.
An­meldung unter Schlett-Elia@t-online.de

Führungen durch die Aus­stel­lung
(nur falls real möglich):
Horst Kopp, der Kurator der Aus­stel­lung, ist einer der besten Kenner des Jemen. Bei seinen Führun­gen er­hal­ten Sie vielerlei Zu­satz­infor­ma­tionen zu den aus­ge­stell­ten Ob­jekten; gern beant­wor­tet er auch Ihre Fragen.
So. 30.05.2021 - 15:00 Uhr
So. 27.06.2021 - 15:00 Uhr
So. 01.08.2021 - 15:00 Uhr

Der­zeit ist die Teil­nehmer­zahl bei Führun­gen auf 15 Per­sonen be­grenzt + Geimpf­te, Gene­sene. Es be­steht keine Test­pflicht, aber das Tra­gen einer FFP2-Maske ist Vor­schrift.
Auf Grund der be­grenz­ten Per­sonen­zahl ist eine tele­foni­sche An­mel­dung unter 0911-231-7331 er­for­der­lich (Tele­fon be­setzt wäh­rend der Öff­nungs­zei­ten des Museums).

Memory Türen aus Jemen

Fotografen und Künstler waren schon immer von der Architektur im Jemen fasziniert. Ein besonderes Detail sind die Türen. Bei diesem Memory entdecken Sie ein paar besonders schöne.

Fotos und Illustrationen mit freundlicher Genehmigung des Künstlers Traugott Wöhrlin. Fotos "in Lebensgröße" sind auch in der Ausstellung zu sehen.



Vorschau:

Ab Mai 2022 „Meteorite – Steine, die vom Himmel fallen“

Geologie-Be­reich des Natur­his­tori­schen Museums in der Noris­halle Der Unter-Mäs­sing, der größte noch exis­tie­rende Eisen­meteorit Deutsch­lands feierte 2020 sein 100jähriges Fund­jubiläum. Aus diesem An­lass wer­den in einer Sonder­aus­stel­lung zahl­reiche Meteo­rite ver­schie­dener Klas­sen präsen­tiert. Neben histori­schen Stücken aus dem 19. Jahr­hundert und Meteori­ten vom Mond und vom Mars wer­den auch der größte deut­sche Stein­meteo­rit Bent­hul­len, einer der be­rühmten Neu­schwan­stein-Meteo­rite und Exem­plare des spekta­kulären Falls von Chelya­binsk aus dem Jahr 2013 zu sehen sein. Wo kommen Meteo­rite her, aus was beste­hen sie, wie er­kenne ich sie und welche Be­deu­tung ha­ben sie für die Wissen­schaft? Diese und viele Fra­gen mehr werden be­antwor­tet. Neben den Meteo­riten selber wer­den auch die Impakt­kra­ter der Groß­meteo­riten nicht ver­ges­sen. Impakte haben das Leben auf der Erde be­ein­flusst und Impakt­krater Land­schaf­ten ge­prägt wie z. B. das Nörd­linger Ries. Durch Hitze und Druck ver­änderte Gestei­ne wie Tektite, Impakt­gläser, Impakt­brek­zien und Strah­len­kegel run­den die Aus­stel­lung ab.






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Naturhistorisches Museum
Norishalle
Marientorgraben 8
90402 Nürnberg


Öffnungszeiten:
Dienstag:10-17 Uhr
Mittwoch:10-17 Uhr
Donnerstag:10-17 Uhr
Freitag: 10-21 Uhr
Samstag: 13-17 Uhr
Sonntag:10-17 Uhr
Montag: geschlossen
Feiertage:siehe Infos



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